Hintergrundbild - Grau/Weiss Verlauf

Das neue AÜG

27.9.2016 // Das neue AÜG mit eigenen Worten ...

Einst steht fest, es wird kommen, das neue AÜG. Aller Voraussicht ab 1.1.2017 wird es in Kraft treten. Im Moment befindet es sich in der Phase vom Gesetzesentwurf zum "richtigen" Gesetz. Aber das ist im Prinzip nur noch eine Formalität. Was wird auf die Zeitarbeit zukommen ?

(1) Maximale Überlassungsdauer von vermutlich 18 Monaten

Hier wir es sich um Zusammenhängende Zeiten bei dem selben Entleihbetrieb handeln. Also nicht der Arbeitsplatz ist entscheidend, sondern der Entleiher. Hier zählen alle Zeiten, die der Mitarbeiter bei dem Entleiher gearbeitet hat, unabhängig vom Verleiher (Zeitarbeitsunternehmen). Hier wird die erste Problematik auf die Zeitarbeit zukommen, wie kann man das sinnvoll in Erfahrung bringen. Gerade bei den Mitarbeitern, die morgens abgeholt werden und zur Arbeit gefahren werden, ja da soll es geben. Ob die wirklich immer genau wissen bei welchem Unternehmen sie im Moment beschäftigt sind? Sie sollten sich also bereits im Vorfeld überlegen, wie Sie diese Information sicher erhalten, vielleicht auch von Ihrem Kunden, im Notfall. Das Problem beim neuen AÜG ist, das Sie nach überschreiten der maximalen Überlassungsdauer nicht einfach eine Rüge, Strafe oder dergleichen bekommen, sondern das ein Arbeitsverhältnis jetzt zwischen Ihrem Mitarbeiter und dem Entleiher automatisch entsteht. Es sei denn, der Mitarbeiter wünscht dies ausdrücklich nicht. Aber da kann man sich ja als Zeitarbeitsunternehmen vorbereiten. Nicht jeder Mitarbeiter will automatisch bei seinem Entleiher (oft auf zu schlechteren Konditionen) angestellt werden.

(2) Unterbrechnungszeit

Wenn der Mitarbeiter länger als (voraussichtlich) 3 Monate bei einem anderen Unternehmen (Entleiher) beschäftigt ist, dann kann er wieder für 18 Monate zum gleichen Kunden (Entleiher) verliehen werden. Immerhin etwas ...

(3) Equal Pay nach 9 Monaten

Der Mitarbeiter muss 9 Monate ununterbrochen beim Entleiher beschäftigt sein um den EqualPay Anspruch zu erhalten. Auch hier gilt eine 3 Monatige Unterbrechungszeit. Leider ist im Moment nicht klar Definiert, was EqualPay genau bedeutet. Hoffentlich wird das noch genauer geklärt. Hier wird es zu einem erhebblichen Klärungsaufwand für das Zeitarbeitsunternehmen kommen. Es bleibt im Moment die berechtigte Frage, wie sinnvolle Zulagen für Bruttovergütungsbestandteile gefunden werden, die sich bei jedem Unternehmen anders gestalten. Gut, der Mitarbeiter muss ja mindestens 9 Monate beschäftigt sein, also kein Problem bei ständig wechselnden Einsatzorten, dennoch entsteht hoher Klärungsbedarf gerade in Bezug auf Urlaubsanspruch, 13. Monatsgehalt, Weihnachtsgeld, Zeitkontovereinbarungen usw.

(4) Kennzeichnunspflichten

Das sollte das einfachste sein und sicherlich bei den meisten Unternehmen schon üblich. Den genauen Inhalt kann man ja im Gesetzesentwurf nachlesen. Diese Info ist nicht vollständig, und hat keinen Anspruch auf Richtigkeit. Es gibt lediglich mein persönliche Meinung wieder. Es gibt noch eine Reihen von Dingen, die aber letztlich nicht so eine wesentliche Veränderung nach sich bringen werden wie die oben genannten.

Warum das Ganze ?

Diese Frage ist sicherlich berechtigt, warum muss eine Branche gesetzlich so reglementiert werden, das es letztlich niemandem helfen wird. Ganz im Gegenteil, gerade für diejenigen, denen es helfen sollte, den Leiharbeitnehmern, wird es in letzter Konsequenz wenig helfen. Nach wie vor ist die Zeitarbeit ein Medium, das vielen Menschen erst einmal eine Perspektive auf einen ordentlichen Lebenslauf schafft, damit eine Vollleitstelle überhaupt erst möglich ist. In vielen Bereichen und Branchen ist die Entlohnung in der Zeitarbeit besser als bei vergleichbarer Festanstellung. Und was bedeutet überhaupt Festanstellung, oft wird nur zwischen Gut = Festanstellung und Nicht Gut = Zeitarbeit unterschieden. Das ist doch längst überholt. Gerade in Zeiten der Industrie 4.0 Bewegung werden immer mehr Transparente, austauschbare Arbeitsplätze geschaffen. Und das bedeutet einerseits ein höherer Bedarf an Zeitarbeitern, andererseits entstehen auch in der direkten Anstellung bei nicht Zeitarbeitsunternehmen immer mehr saisonale, befristete und auch wieder kündbare Arbeitsverhältnisse.

Ich kann nur ermuntern, sich sehr frühzeitig mit den Themen zu beschäftigen. Als Zeitarbeitsunternehmen ist es sicherlich sinnvoll, rechtzeitig, offensiv und gut informiert auf Mitarbeiter und Kunden zuzugehen.

Als Kunden von Zeitarbeit ist es gut zu wissen, was auf Sie zukommt, bzw. mit welchen Themen Ihr Zeitarbeitsunternehmen auf Sie zukommen wird. Als Mitarbeiter eines Zeitarbeitsunternehmens werde auch einige Änderungen im Ablauf und in der Vertragsgestaltung auf Sie zukommen.

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